Ausgabe von durch Update betroffene Prozesse/Applikationen

Kann man bei Pacman & Co anzeigen lassen, welche Prozesse/Applikationen durch vorhergehende Updates veränderte Daten auf der Platte haben, damit man sie bei Bedarf neu starten kann oder den Rechner neu startet? Von zypper kenne ich dafür zypper ps.

Hallo Neutrino,
ich denke ja, daß so etwas nicht notwendig ist, weil systemd sich darum kümmert (gibt ja nichts, was systemd nicht erledigen will). Zumindest habe ich das in meiner systemd-Laufbahn noch nie gebraucht. Aber sieh dir mal diese etwas ältere Diskussion an, da werden einige Skripte vorgeschlagen:
https://bbs.archlinux.org/viewtopic.php?pid=1425075#p1425075

Unabhängig von deiner Frage, wenn Du mit zypper vertraut bist, ist vielleicht auch diese Seite für dich interessant:
https://wiki.archlinux.org/index.php/Pacman/Rosetta

Viele Grüße gosia

[quote="gosia, post:2, topic:12349, full:true"]
ich denke ja, daß so etwas nicht notwendig ist, weil systemd sich darum kümmert (gibt ja nichts, was systemd nicht erledigen will).[/quote]

Systemd kann aber mit Sicherheit keinen Kernel neu laden. Daher wäre es aus Benutzersicht schön, wenn die Paketverwaltung entweder den Reboot empfiehlt oder sogar als Option vorschlägt. Weiterhin wäre es schön, wenn die Paketverwaltung zumindest anzeigt, welche laufenden Anwendungen aktualisiert wurden, damit sie der nutzer neu starten kann.

[quote="gosia, post:2, topic:12349, full:true"]
Zumindest habe ich das in meiner systemd-Laufbahn noch nie gebraucht.[/quote]

Startet systemd denn Dienste automatisch neu, die durch ein update geändert wurden?

Laut den Kommentaren sollen die beiden Skripte auch nicht das tun, was sie sollten. Noch dazu kann man die keinem Anfänger aufdrücken, der sich nach einen Update wundern könnte, warum trotz Update beispielsweise Firefox noch mit der alten Version läuft, obwohl doch eine neue Version mit dem Update installiert wurde.

[quote="gosia, post:2, topic:12349, full:true"]
Unabhängig von deiner Frage, wenn Du mit zypper vertraut bist, ist vielleicht auch diese Seite für dich interessant:
https://wiki.archlinux.org/index.php/Pacman/Rosetta[/quote]

Eigentlich komme ich mit pacman und yaourt gut zurecht. Ich wundere mich nur, warum es keinen Hinweis gibt, nach einer Aktualisierung des Kernels, den Rechner doch mal neu zu starten oder bei anderen Programmen doch diese neu zu starten.

Hallo Neutrino,

Naja, das habe ich nie als Problem angesehen. Wenn mir pacman z.B. mitteilt
upgraded linux44 (4.4.27-1 -> 4.4.28-2)
bzw. das es einen neuen Grub bastelt
GRUB-Konfigurationsdatei wird erstellt …
weiss ich doch, daß ich neu booten sollte.

Wie gesagt, es ist mir nie zum Problem geworden, aber solche Meldungen werden doch gebracht:
In order to use the new version, reload all virtualbox modules manually.
oder schlichter
upgraded cups (2.2.0-4 -> 2.2.1-1)
aber deswegen habe ich z.B. cups nicht neu von Hand gestartet.[quote="Neutrino, post:3, topic:12349"]
Startet systemd denn Dienste automatisch neu, die durch ein update geändert wurden?
[/quote]
Dazu kann ich nichts sagen, weil ich systemd schon länger nicht mehr benutze. Aber ich kann mich aus dieser Zeit auch nicht an Probleme erinnern.
Aber ich sehe schon, meine Antworten sind für dich nicht so recht zufriedenstellend, was sicher auch daran liegt, daß wir mit zwei verschiedenen Einstellungen (meine jetzt nicht die vom PC) an die Sache herangehen.
Mir reicht es, wenn ich die ausdrücklichen Meldungen von pacman, wie z.B.
Set up your network interface before you reboot if using netifrc.
beachte und befolge, während bei einem Hinweis wie
upgraded firefox (48.0.2-1 -> 49.0.1-1)
die bloße Kenntnisnahme ausreicht. Spätestens am nächsten Tag habe ich dann Firefox sowieso in Version 49.
Aber ich nutze eben meinen PC nur privat und wenn ich einen halben Tag Version 48 statt 49 habe... geschenkt :wink:
Ich hoffe, daß sich noch andere zu diesem Thema melden.

Viele Grüße gosia

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Wenn ich mir deine restliche Antwort durchlese bin ich mir nicht sicher, ob du wirklich neu booten müßtest. Denn am nächsten Tag hast du dann ja den neuen Kernel.

Diese Ausgaben stehen aber mitten in den unwichtigen Ausgaben und ich lese das Installationsprotokoll nicht immer durch. Hätte man keinen Desktop installiert oder läuft er einfach mal nicht, kann man es nicht mal hinterher durchlesen. Und ich weiß nicht, ob alle Programme ihre Konfigurationen nur beim Programmstart einlesen. Ließt ein Programm auch mal eine Datei seines Pakets mitten zur Ausführung ein und ist währenddessen ein Update erfolgt, könnte es Probleme geben.

[quote="Neutrino, post:3, topic:12349"]
Aber ich sehe schon, meine Antworten sind für dich nicht so recht zufriedenstellend, was sicher auch daran liegt, daß wir mit zwei verschiedenen Einstellungen (meine jetzt nicht die vom PC) an die Sache herangehen.[/quote]

Ja, das glaube ich auch. Denn du gehst davon aus, daß ein Desktop-PC täglich zumindest einmal neu gestartet wird. Was aber, wenn so ein Desktop-PC Serverdienste mit übernimmt - und wenn es nur das Auslesen eines Sensors etwa jede Stunde ist - und nicht einfach mal für 12 Stunden aus sein kann?

[quote="Neutrino, post:3, topic:12349"]
Mir reicht es, wenn ich die ausdrücklichen Meldungen von pacman, wie z.B.
Set up your network interface before you reboot if using netifrc.
beachte und befolge, während bei einem Hinweis wie
upgraded firefox (48.0.2-1 -> 49.0.1-1)
die bloße Kenntnisnahme ausreicht. Spätestens am nächsten Tag habe ich dann Firefox sowieso in Version 49.[/quote]

Und woher weiß ich, daß Firefox nicht zur Laufzeit auf inzwischen gelöschte Dateien zurückgreift? Ich jedenfalls habe ein ungutes Gefühl, wenn ich weiß, daß im Arbeitsspeicher Version 48.0.2-1 läuft, die aber auf der Festplatte schon durch 49.0.1-1 ersetzt wurde. Es kann aber auch sein, daß eine Abhängigkeit von Firefox aktualisiert wurde, von der du nicht weißt, daß sie von Firefox verwendet wird, die dann aber auf gelöschte Dateien zurückgreifen will.

[quote="Neutrino, post:3, topic:12349"]
Aber ich nutze eben meinen PC nur privat und wenn ich einen halben Tag Version 48 statt 49 habe... geschenkt ;)[/quote]

Siehe meine bedenken was die weitere Nutzung aktualisierter Versionen angeht. Des weiteren dürfte Manjaro in der Standardinstallation nur privat nutzbar sein, da damit auch Video-Codecs auf den Rechner wandern, für die man im kommerziellen Bereich Lizenzgebühren bezahlen muß(?). Daher muß man bei openSUSE beispielsweise jene hinterher noch nachinstallieren.

Hallo Neutrino,

Das ist richtig, müsste ich auch nicht, habe es mir aber zur Angewohnheit gemacht.

Ich lese es auch nicht ganz durch, habe mir aber ein kleines Skript gebastelt, das mir die mehr oder weniger wichtigen Meldungen anzeigt. Die nicht ganz so wichtigen sind in /var/log/pacman.log mit dem Vermerk
[ALPM]
und die wichtigen mit
[ALPM-SCRIPTLET]
gekennzeichnet.[quote="Neutrino, post:5, topic:12349"]
Hätte man keinen Desktop installiert oder läuft er einfach mal nicht, kann man es nicht mal hinterher durchlesen.
[/quote]
Hinterher kann man es immer lesen, die Datei /var/log/pacman.log existiert ja trotzdem.[quote="Neutrino, post:5, topic:12349"]
Ließt ein Programm auch mal eine Datei seines Pakets mitten zur Ausführung ein und ist währenddessen ein Update erfolgt, könnte es Probleme geben.
[/quote]
Naja, es gibt viele Programme, die ihre Daten beim Start einlesen. Bei Konfigurationsdateien z.B. ist das geradezu die Regel. Aber hier zeigt sich wieder unsere gegensätzliche Einstellung. Nimm es mir nicht übel wenn ich jetzt bewußt übertreibe, das geschieht nur zur Verdeutlichung:
Das kommt mir alles so vor wie bei den Galliern, die auch immer befürchtet haben, es könnte ihnen der Himmel auf den Kopf fallen :wink:
Vielleicht bist Du ja in der Lage, so sämtliche Risiken abwägen zu müssen, weil Du in irgendeiner Weise Manjaro professionell nutzt oder nutzen willst, aber so zu Hause?
Nur mal angenommen, der Worst Case tritt auf (was bei mir wie gesagt noch nie passiert ist), was geschieht denn da schlimmes? Ein Programm verweigert seinen Dienst, ich sehe nach, wo der Fehler liegt und behebe ihn. Das ist alles.[quote="Neutrino, post:5, topic:12349"]
Was aber, wenn so ein Desktop-PC Serverdienste mit übernimmt - und wenn es nur das Auslesen eines Sensors etwa jede Stunde ist - und nicht einfach mal für 12 Stunden aus sein kann?
[/quote]

Ich bin bei weitem kein Profi, aber da stimme ich dir zu. Für einen Server z.B. würde ich kein Manjaro nehmen, bzw. gar keine RR-Distri, sondern sowas ausgereiftes und stabiles wie Debian.
Was die Video-Codecs betrifft, da kann ich nicht mitreden, Codecs mit Lizenzgebühren kommen mir nicht ins Haus.
Wir können ewig so weiter diskutieren, ohne daß es dir hilft. Wenn sich also nicht noch jemand meldet schlage ich dir vor, wende dich an philm oder jemand anderen aus dem Entwicklerteam, die können bestimmt fundiert auf deine Probleme antworten und hoffentlich auch reagieren. Vielleicht kommt es ja sogar zu einer Code-Verbesserung?

Viele Grüße gosia

Booten: Ich habe bisher nach jedem Update neu gebootet, da man ja nicht genau weiß, ob nicht doch etwas dabei war, das einen Restart braucht.

[quote="gosia, post:6, topic:12349, full:true"]
Ich lese es auch nicht ganz durch, habe mir aber ein kleines Skript gebastelt, das mir die mehr oder weniger wichtigen Meldungen anzeigt. Die nicht ganz so wichtigen sind in /var/log/pacman.log mit dem Vermerk
[ALPM]
und die wichtigen mit
[ALPM-SCRIPTLET]
gekennzeichnet.[/quote]

Stimmt! Allerdings bekommt man über diese Datei jedesmal auch die älteren Updates mit angezeigt, wenn man diese Datei nicht nach jedem Update löscht. Leider stehe ich mit diesen "Regular Expressions" ein wenig auf Kriegsfuß und müßte mich erst einlesen, wie ich nur Zeilen vom aktuellen Datum die "[ALPM-SCRIPTLET]" enthalten bekomme.

[quote="gosia, post:6, topic:12349, full:true"]
Das kommt mir alles so vor wie bei den Galliern, die auch immer befürchtet haben, es könnte ihnen der Himmel auf den Kopf fallen ;)[/quote]

Wenn ich an solche Gegebenheiten denke, dann eben unter dem Anspruch, den sich Manjaro stellt, auch für Anfänger geeignet zu sein. Ich habe Manjaro eben auch jemandem installiert, der Anfänger ist und noch mache ich für ihn die Updates.

[quote="gosia, post:6, topic:12349, full:true"]
Vielleicht bist Du ja in der Lage, so sämtliche Risiken abwägen zu müssen, weil Du in irgendeiner Weise Manjaro professionell nutzt oder nutzen willst, aber so zu Hause?[/quote]

Man hat doch zu Hause auch mal einen Rechner stehen, an dem man persönlich sitzt, den man aber auch als Druckerserver, Dateiserver und was man sich sonst noch so vorstellen kann, nutzt. Dabei denke ich nicht an mich sondern an die Menschen, die sich evtl. für Manjaro entscheiden.

[quote="gosia, post:6, topic:12349, full:true"]
Nur mal angenommen, der Worst Case tritt auf (was bei mir wie gesagt noch nie passiert ist), was geschieht denn da schlimmes? Ein Programm verweigert seinen Dienst, ich sehe nach, wo der Fehler liegt und behebe ihn. Das ist alles.[/quote]

Ja, ich aktualisiere diesem Bekannten Manjaro, gehe dann und der Worst Case tritt auf ...

[quote="gosia, post:6, topic:12349, full:true"]
Ich bin bei weitem kein Profi, aber da stimme ich dir zu. Für einen Server z.B. würde ich kein Manjaro nehmen, bzw. gar keine RR-Distri, sondern sowas ausgereiftes und stabiles wie Debian.[/quote]

Bei Debian habe ich nur mal versucht, einen UMTS-Stick zum laufen zu bekommen. Und ein UMTS-Stick macht durchaus auch mal in einem Server Sinn. Unter Debian bekam ich es nicht hin und unter Manjaro lief er ohne mein Zutun.

[quote="gosia, post:6, topic:12349, full:true"]
Was die Video-Codecs betrifft, da kann ich nicht mitreden, Codecs mit Lizenzgebühren kommen mir nicht ins Haus.[/quote]

Die Lizenzgebühr mußt du, soweit mir bekannt, nur bezahlen, wenn du das Kommerziell nutzt. Daher liefert openSUSE doch ein System, das man selbst erst multimediatauglich machen muß. Beim Rasperry PI muß man für bestimmte Codecs immer eine Gebühr bezahlen, wenn man bestimmte Codecs nutzen will.

Im übrigen war meine Eingangsfrage einfach, ob es eine Möglichkeit gibt, aktuell laufende Programme anzuzeigen, die von einem Update betroffen waren und neu gestartet werden sollten. Wenn nein, wäre das doch eine Funktion, die sinnvoll wäre. Es ging nicht speziell um ein Problem bei mir.

Hallo Neutrino,

Ja, das habe ich keinesfalls aus den Augen verloren. Aber ehe das hier eine unendliche Geschichte wird erkläre ich ganz deutlich:
Ich weiss leider nicht, wie ich dir weiterhelfen kann, habe zu meinen bisherigen Bemerkungen auch nichts mehr hinzuzufügen oder wegzunehmen.
Höchstens nochmal den Tipp, wende dich an philm. Wenn der nix dazu beitragen kann, ja, wer dann?
Außerdem würde mich natürlich interessieren, was der Rest des Forums dazu sagt - aber bitte nicht alle auf einmal :wink:

Viele Grüße gosia

In diesem Thread haben wir schon gleich mal einen Fall, in der die Ausgabe eines empfohlenen Reboots fast den ganzen Thread überflüssig gemacht hätte: Kernel Confusion

1 Like

Gut, lerne ich hier.

Es ist halt bei Manjaro immer die Frage, wie weit man sich von Arch entfernen will. Baut man überall Prüfungen und Hilfsmeldungen ein, oder überlässt man die Administration dem Benutzer.
(Man muss ja auch bedenken, dass das kleine Manjaro-Entwicklerteam sich nicht zu viel vornimmt und dabei übernimmt.)

Klar ist openSUSE eine andere Welt, man will dort letztendlich ein Betriebssystem auch für Organisation entwickeln.

Manjaro will bisher im Grunde nur einfache GUIs für Installation, Paketmanagement, Kernel und Treiber und einen Zeitpuffer zum Reparieren von Updateproblemen bieten.

Manajro ist auch gewollt und ungewollt eine Lernplatform für Linux. Die Benutzer lernen aufgrund der Unperfektheiten des Systems, Fehler zu korrigieren und nicht mehr zu wiederholen. Die Community hilft dabei und man lernt auch den Fehlern und Lösungen anderer.

Übrigens: Bei OpenRC bekommt man klarere Meldungen nach einem Update, welchen Daemon man neustarten soll. War zumindest mein Eindruck, als ich das genutzt habe.

[quote="eugen-b, post:11, topic:12349, full:true"]
Es ist halt bei Manjaro immer die Frage, wie weit man sich von Arch entfernen will. Baut man überall Prüfungen und Hilfsmeldungen ein, oder überlässt man die Administration dem Benutzer.[/quote]

Warum? Diese Frage scheint auch bei Arch auszutauchen. Dann wäre das doch eine Erweiterung für Pacman und das würde dann doch auch den grafischen Werkzeugen zugute kommen.

Dann müßte man die Zielgruppe Anfänger ein wenig eingrenzen: Es sollten Anfänger sein, die sich in ihr System einarbeiten wollen. Reine Anwender scheinen jedenfalls keine Zielgruppe zu sein.

Im Init-System hätte ich das nicht gesucht und das könnte auch nur einen Teil, der eigentlich neu zu startenden Prozesse, melden.

Vorab: Neutrino, dein Ausgangsproblem kann auch ich nicht lösen. Aber ich möchte als Mitleser dieses Themas kurz zu ein paar Dingen grundsätzlich meine Meinung sagen.

  1. Manjaro ist eine Anfänger-freundliche Distribution. Das Wort Anfänger beinhaltet, dass der Benutzer auch mit Linux anfangen will bzw. lernen möchte. Wie meine Vorredner schon sagten, werden dem Hilfesuchenden jede Menge Hilfestellungen geboten. Und meine Vorredner sind auch Beispiele, dass es so ist.
  2. Unzulänglichkeiten gibt es bei jeder Linuxdistribution. Ich könnte seitenweise Unzulänglichkeiten auch zu anderen hier genannten Distros auflisten. Bringen tut das niemandem was. Es gibt grade auch für den reinen Anwender keine beste Linuxdistribution. Irgendwo hakt es immer. Manjaro ist und bleibt aber eine der besten Distros, schon weil eben so viel direkt funktioniert.
  3. Wenn man eine rollende Distro für Bekannte bzw. sonstige Dritte einrichtet, sollte man den Anwender in bestimmte Grundlagen wie Updateverhalten einweisen. Das ist nicht schwer zu erlernen. Voraussetzung ist hier natürlich ein gewisser Lernwille beim Anwender. Oder aber man übernimmt die Wartung des Rechners per Fernwartung selbst und das kann unter Umständen einen gewissen Arbeitsaufwand bedeuten. Ich kenne Leute, die ihren technisch unbedarften Großeltern Arch eingerichtet haben und es klappt dauerhaft prima. Es kommt auf Skill und Zeit des Admins an. Wenn man jedoch nur jemandem etwas einrichten will und weder der Benutzer noch der Admin hat die Lust sich um das System zu kümmern. Dann ist jedes rollende Linux fehl am Platze. Grade auch dann, wenn Serverdienste laufen sollen.
  4. Manchmal gehört es auch zum Lernprozess eines Benutzers, dass er lernen muss, wann es sinnvoll ist, sein System neuzustarten. Und wenn es einen Thread in diesem Forum bedeutet, der fortgeschrittenen Benutzern unnötig erscheint? Ja, warum nicht. Die "ich bin nur ein echter Linuxnutzer, wenn ich meinen PC nicht neuzustarte"-Philosophie kann man eh vergessen, wenn man als reiner Anwender bzw. Anfänger ein Rolling-Release verwendet. Tut mir leid, aber so ist es nun mal.

Nachtrag zur Neustart-nach-Update-Thematik: es gibt einmal die Woche ca. ein Update. Gut, da wäre ein Neustart normalerweise anzuraten. Das ist nicht grade häufig. Ist ja nicht so, dass täglich oder noch öfter ein Neustart anstünde.

Ich starte nach jedem Update neu.
Vielleicht nicht immer zwingend erforderlich, aber so ein Neustart dauert ja auch nicht ewig.
Dem Kommentar von flonk kann ich nur zustimmen.

Das mache ich genau so - auch bei ArchlinuxARM (aktualisiere ich dann halt nicht so oft).

Was spricht dann dagegen, wenn man Unzulänglichkeiten anspricht? Pacman hat längere Zeit ja auch nicht kontrolliert, ob die geladenen Pakete vom Distributor waren oder an irgend einer Stelle manipuliert wurden. Das wurde sicher auch mehrfach kritisiert, bis man sich dann entschloß die Pakete auf Echtheit zu überprüfen.

Das ist nicht so einfach. Mit ein Grund ist eine sprachliche Barriere. Daher hat er das Root-pw nicht und ich aktualisiere den Rechner in aller Regel aus der Ferne per ssh.

Ich hoffe, daß das so weiter geht wie bisher und ich wenigstens alle zwei bis drei Wochen den Rechner aktualisiert bekomme. Denn solche Abstände bekommt wohl jeder Zustande, der auch mal im Urlaub ist.

Und gerade hier läge doch auch ein pro von Linux, da man eigentlich den Rechner nur dann neu starten müßte, wenn sich der Kernel ändert und man den neuen Kernel auch am Laufen haben will.

Bei Archlinux aber schon und daher stammt Pacman außerdem.

Jain, die verbreitete Kein-Neustart-Philosophie lässt sich für den nicht Linux-Profi bei einer Rolling-Distro kaum umsetzen. Im Gegensatz zu den Distros mit festem Release-Zyklus werden öfter halt noch Systemprogramme und -pakete wie Xorg, Treiber und Systemd geupdatet. Da verliert man als Laie deutlich schneller den Überblick, welche Prozesse alle einen Neustart erfordern. Der Profi mag das alles wissen. Aber es ist halt nicht nur der Kernel.

Die Entwicklung von Pacman liegt nicht bei Manjaro. Wenn du da Vorschläge hast, würde ich vorschlagen, du wendest dich an die Maintainer von Pacman bzw. Arch.

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